Vergangenheit, Zukunft und der Moment dazwischen – ein kleiner Jahresrückblick.

364 Tage im Jahr fliegt die Zeit gefühlt nur so dahin. Zusammen mit Familie und Freunden, bei der Arbeit, beim Sport oder draußen in der Natur. Immer gibt es unendlich viele Alltags-Problemchen über die es nachzudenken gilt, die geplant, besprochen und gelöst werden müssen. Wirklich still steht das Gedankenkarussell dabei eigentlich nie.

Außer an Silvester. Denn kein Tag lädt für mich so sehr zum Innehalten und Reflektieren ein, wie der Jahreswechsel. Denn obwohl eigentlich eine ganz normale Nacht, stellt diese symbolische Begrenzung der Jahre doch immer wieder eine kleine Zäsur dar. Das alte Jahr wird kritisch betrachtet und innerlich abgeschlossen, ehe ein Neues beginnt. Mit neuen Chancen und Möglichkeiten. Neues Jahr – neues Glück eben.

Und auch mir geht es da nicht anders. Auch ich schaue an diesem Tag zurück. Lasse das vergangene Jahr Revue passieren, überlege was gut oder weniger gut war und leite daraus ab, was im kommenden Jahr anders oder besser werden soll.

Kleiner Jahresrückblick:

Eine der wichtigsten Veränderungen 2017 war, dass ich im März einen neuen Job angetreten habe. Eine Aufgabe mit spannenden, neuen Herausforderungen, aber auch der einen oder anderen ernüchternden Erkenntnis. Mit stressigen Phasen, Momenten in denen wir vor Lachen am Boden lagen, aber auch Situationen, bei den ich nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen konnte und nicht mehr weiter wusste. All das wäre nicht zu schaffen gewesen, ohne vier wundervolle Kolleginnen, die mein Leben in den letzten Monaten – jede auf Ihre ganz individuelle Weise – absolut bereichert haben. Dank ihnen habe ich gelernt, dass Zusammenhalt im Team weit mehr bedeutet, als nur gemeinsam an einem Projekt arbeiten.

Zur Erholung gab es zwischendurch den einen oder anderen Urlaub. Angefangen mit einem langen Schwestern-Wochenende auf Borkum. Endlich mal wieder Sand unter den Schuhen, Salzluft in der Nase und ein uneingeschränkter Blick übers Wasser. Eine perfekte kurze Auszeit – aber in Summe doch viel zu wenig Zeit an der Nordsee im letzten Jahr. Besonders, dass ich es nicht mehr geschafft habe, meiner Lieblingsinsel Amrum 2017 einen Besuch abzustatten, lässt mein Herz im Rückblick ein bisschen bluten. Das muss sich im kommenden Jahr wieder ändern und ist bereits eingeplant!

Dafür gab es im April einen wunderschönen Road-Trip durch Frankreich mit meinem Lieblingsmenschen. In zwei entspannten und doch auch wahnsinnig spannenden Wochen durften wir unterschiedlichste Städte und Landschaften – von Straßburg über Montpellier bis in die Bretagne – kennenlernen, die Kultur unseres schönen Nachbarlandes hautnah miterleben und dabei gleichzeitig auch als Paar noch einmal näher zusammenwachsen.

Der Sommer war geprägt von viel, viel Zeit an der frischen Luft. Von langen Spaziergängen in der Natur und endlich auch wieder ausgedehnten Jogging-Runden, die mich endlich den verbissenen Teil des Trainings vergessen ließen und mir den Spaß am Sport zurückgeschenkt haben. Größte Herausforderung: der Touch Mudder Half im Sauerland.

Nicht fehlen durfte außerdem viel gute Live-Musik: Bluesrock mit KingKing, Festival-Feeling bei Rock am Ring, alte Erinnerungen bei den Kellys, romantische Stimmung bei Annenmaykantereit openair im Kölner Tanzbrunnen, besten Gitarrenklängen von Tim Vantol und Moshpit-Gehüpfe zu Kraftklub.

Definitiv eines meiner Highlights in diesem Jahr war es außerdem, dass ich diesen Blog ins Leben gerufen und endlich eine Möglichkeit gefunden habe, all die Gedanken, die täglich in meinem Kopf umherschwirren, zu Papier zu bringen bzw. auf meinem Instagram-Account in vielen kleinen Bilder-Glücksmomenten festzuhalten. Mal nachdenklich, mal amüsant, gerne kritisch und ernst, manchmal melancholisch, aber oft auch mit einem Augenzwinkern. Diesen Kanal für mich entdeckt zu haben macht mich jeden Tag aufs Neue zufrieden und ich bin dankbar, dass ich meine, zum Teil sehr persönlichen Texte mit Euch teilen darf.

Ende Oktober gab es dann eine Extraportion Family-Quality-Time in meiner zweiten Heimat, am Ossiacher See im wunderschönen Kärnten in Österreich. Ein Ort, der mich bereits seit frühester Kindheit als Urlaubsdomizil begleitet und den ich mit unzähligen tollen Kindheitserinnerungen, intensiven Momenten mit meinen Eltern und meiner Schwester und mit dieser unbeschreiblich kraft- und eindrucksvollen Natur verbinde. Einmal im Jahr muss ein Besuch an diesem besonderen Fleckchen Erde deshalb einfach sein.

Doch nicht nur Orte haben mich berührt, sondern auch Menschen. Neben meinem Herzmenschen, meiner Familie und meinen wunderbaren Freunden ganz besonders ein noch sehr kleiner Mensch: Ein zauberhafter kleiner Junge, dessen Patentante ich nun sein darf. Eine Verantwortung, die mich stolz und demütig zu gleich machte, aber im Alltag vor allem richtig viel Spaß macht.

Fazit:

Insgesamt habe ich 2017 einfach wahnsinnig viel über mich gelernt. Nicht von alleine, sondern in dem ich mich Tag für Tag wirklich intensiv damit auseinander setze, habe ich mehr und mehr herausgefunden, wie ich Leben möchte und was mich im Leben wirklich glücklich macht. Aber eben auch, was mir, entgegen aller Konventionen, nichts bedeutet und wonach ich deshalb auch nicht mit aller Kraft streben möchte: Eine hohe Stufe auf der Karriereleiter, Statussymbole zum Beispiel.

Dazu zu stehen, freier und offener zu sein – das habe ich nicht zu letzt dem Herzmenschen an meiner Seite zu verdanken habe, der mich täglich aufs Neue ermutigt hat, meinen Träumen zu folgen und auf mein Gefühl zu vertrauen. Egal, was andere sagen, erwarten oder gerne hätten.

Und genau so soll es 2018 weitergehen!

Mit weniger Arbeitsstress und mehr Zeit für das Wesentliche: Für die Menschen, die mir am Herzen liegen, aber auch mehr Zeit nur für mich. Um in Zukunft immer so gut es eben geht bei mir selbst zu bleiben und mich nicht mehr in Alltagsstress, Erwartungen anderer und falsch verstandenem eigenen Ehrgeiz zu verlieren.

Mit einer gemeinsamen Wohnung für meinen Herzmenschen und mich, in der wir uns in den kommenden Monaten nach und nach unser eigenes kleines Zuhause schaffen.

Mit viel Zeit in der Natur, die mir – egal wann und wo – immer wieder Kraft schenkt und mich alle Sorgen vergessen lässt.

Mit Reisen an atemberaubende Orte, die meinen Horizont weiten . Los geht’s im Februar mit Stockholm. Alles andere ist noch in Planung…

Mit täglich neuen Erkenntnissen und Erfahrungen, die ich mich weiterhin so viel wie möglich über das Leben und mich selbst lernen lassen.

Und vor allem mit der Fähigkeit, weiterhin jeden Tag das Besondere in Kleinigkeiten und Details zu entdecken, um im Alltag keinen einzigen Glücksmoment zu übersehen oder zu verpassen!