Sonntagsausflugsziel „Torhaus Möhnesee“:

Bewegung an der frischen Luft, mitten in der Natur und mit Blick aufs Wasser, und dann eine heiße Tasse Kaffee und ein schönes Stückchen Kuchen – was kann man sich von einem Sonntag mehr wünschen?

Zweimal hat es uns in den letzten Wochen spontan an den Möhnesee verschlagen. Beide Male sind wir dabei bei eisigem Sonnenschein Zuhause gestartet, um wenig später – von uns etwa 35 Fahrtzeit – bei genauso eisigem Grau in Grau anzukommen. Aber sowas kann mich ja grundsätzlich nicht davon abhalten, nach draußen zu gehen. Auch wenn mir ein bisschen Sonnenschein durchaus recht gewesen wäre… 😉

Und ich kann Euch sagen: Der Möhnesee ist auch bei Nieselregen oder Schnee einen Ausflug wert und der heiße Kaffee schmeckt nachher umso besser!

Trotzdem entschieden wir uns, bei der Wahl unserer Wanderroute dann doch jeweils für etwas kürzere Touren von rund 2 bis 2,5 Stunden. Bei guten Wetter und größerer Motivation lässt sich dort aber problemlos auch ein ganzer Tag auf dem Wanderweg verbringen. Das holen wir dann im Sommer nach. Versprochen!

Stattdessen fiel unsere Wahl an diesem Tag auf den Rundwanderweg zum Möhnesee-Turm. Eine gute Entscheidung! Denn der Blick von dem 42 Meter hohen Turm auf den Möhnesee und die winterliche Landschaft der Soester Börde und des Sauerlandes entschädigt definitiv für die eine oder andere Treppenstufe, die im Vorfeld zu erklimmen ist. Nur wer mit Höhenangst zu kämpfen hat, braucht für die Gitter-Treppe eine Extra-Portion Überwindung. „Einfach nicht nach unten gucken, bis man oben ist!“, würde ich sagen.

Ausgesucht haben wir unsere Route übrigens auf der Webseite https://www.ich-geh-wandern.de/. Wer dort nach „Möhnesee“ sucht, erhält auf Anhieb 94 Vorschläge. Abhängig von Eurer Motivation und Ausdauer könnt Ihr dabei zwischen entspannten einstündigen Rundkursen und 30 km langen Tagestouren wählen.

Ausflug zum Möhnesee.

Ausflug zum Möhnesee.

Besonders genossen habe ich nach der rund zweistündigen Tour durch die Kälte, dann ehrlich gesagt vor allem den gemütlichen Teil des Tages. Durchgefroren und hungrig wie wir waren, kam uns das Café und Restaurant Torhaus – direkt an unserem Start- und Ziel-Parkplatz natürlich gerade recht. Zumal ein Stückchen leckerer Kuchen für mich einfach zu einem richtig schönen Sonntag dazu gehört.

Und hier wurden wir nicht enttäuscht. Denn obwohl das Torhaus ziemlich groß ist und bei unserem Besuch auch fast alle Tische besetzt waren, hatte man durch den gemütlich verwinkelten Bau und den freundlichen Service nie das Gefühl, nur einer von vielen zu sein oder irgendwie „abgefertigt“ zu werden.

Das gesamte Restaurant ist wahnsinnig liebevoll dekoriert und gestaltet. Dabei wurden rustikale alte Stücke und ganz viel Holz mit modernen frischen Farben zu einem wirklich gemütlichen Mix kombiniert. Bei mir persönlich kam so direkt dieses Gefühl auf, nach einem anstrengenden Skitag in eine Hütte einzukehren.

Neben dem verwinkelten Innenraum und einer langgezogenen Theke (an der man auch die große Auswahl selbstgebackener Kuchen bewundern kann), gibt es auch eine großzügige Terrasse. Diese war jetzt, zur kühleren Jahreszeit, mit durchsichtigen Planen zu einem einfachen, aber wirklich schönen Wintergarten umfunktioniert worden und bot – mit wärmenden Heizstrahlern ausgestattet – einen tollen Platz mit Blick in den schneebedeckten Garten.

An genau so einem Tisch im Wintergarten genossen wir unseren Latte Macciatto und jeweils ein köstliches und wirkliches riiiiesiges Stück Kuchen. Für mich gab‘s Apfel (Wer mich kennt weiß, dass Apfelkuchen einfach IMMER meine erste Wahl ist.) und der Herzmann entschied sich für Preißelbeer-Baiser-Torte. Da ich natürlich beide probiert habe, kann ich Euch zumindest diese zwei Sorten absolut empfehlen. Aber auch die zahlreichen herzhaften Gerichte sahen wirklich zum Anbeißen aus und dufteten von den Nachbartischen äußerst verführerisch herüber. Dementsprechend war das sicherlich nicht unser letzter Besuch im Torhaus.

Im Sommer soll zudem der parkartige Garten zum Flanieren einladen. Das haben wir – nachdem meine Finger endlich wieder halbwegs aufgetaut waren, dieses Mal ehrlich gesagt nicht mehr getestet. Aber vielleicht wart Ihr ja schon Mal dort und könnt mir von Euren Erfahrungen berichten?