Me-Time am Morgen: Warum ich täglich freiwillig eine Stunde früher aufstehe, als ich müsste…

Wecker-Klingen – Für viele wohl eines der verhasstesten Geräusche des Alltags. Zig mal wird die Snooze-Taste gedrückt, ehe man sich mühsam aus dem Bett quält und erstmal ins Bad und dann schnurstracks zur Kaffeemaschine schleppt. Dann so schnell wie eben möglich anziehen, fertigmachen und im Stehen noch schnell ein Brot runterschlingen?

Genau dieses Verhalten kenne ich noch sehr gut aus meiner Schulzeit (und dabei hatte ich da in meiner Mama eigentlich noch einen ziemlich netten und liebevollen Wecker im Vergleich zu den schräpigen Tönen mit denen sich manch einer aus dem Bett bugstieren lässt ;-)))

Doch aus unerfindlichen Gründen hat sich mein Aufsteh-Verhalten in den letzten Jahren komplett verändert. Zum Glück fällt mir das frühe Aufstehen mittlerweile wahnsinnig leicht und wenn um 5 Uhr mein Handywecker klingelt, springe ich (zum absoluten Leidwesens meines Herzmannes, der eher der Typ „Nachteule“ ist) topfit aus dem Bett.

Eine „Anlaufzeit“ zum Wachwerden brauche ich eigentlich gar nicht mehr. Stattdessen nutze ich die Zeit zwischen Duschen und Frühstück mittlerweile gerne schonmal für ein bisschen Hauarbeit. Wäsche zusammenlegen, die Spülmaschine aus- und einräumen… Morgens bin ich einfach deutlich motivierter als abends nach der Arbeit. Und außerdem liebe ich das Gefühl, vor der Arbeit schon „etwas geschafft“ zu haben.

Gerade wenn ich weiß, dass im Job noch Abendtermine anstehen, nehme ich mir morgens auch gerne noch ein bisschen länger Zeit und schiebe schonmal ein kleines High-Intensity-Workout oder etwas Pilates ein… Klingt verrückt? Ja, so früh schon Sport zu machen, kostet auch mich immer etwas Überwindung. Aber spätestens, wenn ich im Sportzeug auf der Matte stehe und die ersten fünf Minuten hinter mir liegen, bin ich wieder froh, dass ich mir selbst ein bisschen in den A… getreten habe! Denn selbst die schönsten Gewohnheiten brauchen manchmal einen kleinen Motivationsanschub.

Ist meine „Morgenroutine“ ein Trend?

Erst als ich in letzter Zeit gleich in mehreren Zeitschriften Artikel zum Thema „Morgenroutinen“ und einem „Wachen Start in den Tag“ gelesen habe, wurde mir bewusst, dass ich mir genau diese Tipps und Vorschläge in den letzten Jahren ganz unbewusst in meinen Alltag eingebaut habe und definitiv nicht mehr missen möchte!

Zu sehr genieße diese eine ruhige Stunde am Morgen, wenn bei uns auf dem Hof noch alles schläft, langsam die Sonne aufgeht und ich die Welt gefühlt für mich habe.

Am Wochenende begrüße ich den Tag am liebsten mit einem langen Spaziergang.

In der Woche schaffe ich das vor der Arbeit zwar leider nicht, aber dafür nehme ich mir auch wochentags wirklich immer ausgiebig Zeit für ein leckeres, gesundes Frühstück: Selbstgemachter, warmer Porridge mit einer Prise Zimt und Vanille. Und dazu Bananen, Heidelbeeren oder was der Obstkorb sonst noch so zu bieten hat. Und dazu erstmal ein großes Glas Wasser und eine Tasse heißer Kräutertee. (Denn Kaffee gibt’s im Büro eh noch genug…) Die perfekte Stärkung für den Alltag! Egal was mich dann am Tag und im Büro-Getümmel erwartet: Ich bin einfach ein Stück gelassener und mehr bei mir selbst.

Klar, das „kostet“ Zeit. Aber eben Zeit die ich nur mir und meinem Wohlbefinden widme. Und besser als in das eigene Glück kann man seine Zeit doch eigentlich nicht „investieren“ oder?