Von neuen Wegen und der bewussten Entscheidung, vor allem eins sein zu wollen: Die glücklichste Version von mir selbst!

In den letzten Wochen war es hier auf dem Blog ziemlich ruhig… Das lag zum einen daran, dass in meinem „wirklichen“ Leben einfach ziemlich viele Dinge passiert sind und ich wenig Zeit zum Schreiben hatte. Zum anderen aber auch daran, dass viele dieser Dinge nicht wirklich schön waren und ich meiner Energie in diesen Momenten brauchte, um mich neu zu sortieren und nicht aus den Augen zu verlieren, wo meine Prioritäten im Leben sind.

Die eigenen Erwartungen an sich. Die Ideal-Vorstellung wie man sein soll und auch selbst sein wollte: Karriere machen, Erfolgreich sein, Ansehen haben. Und dann steht man da und stellt plötzlich fest, dass es genau dieser Status ist, der einem eigentlich so gar nichts bedeutet und einen im Gegenteil eher lähmt und hemmt.

Genauso ging es mir in den letzten Monaten immer häufiger und ich musste feststellen, dass da eine ziemlich große Lücke ist, zwischen dem Idealbild, dass andere in mir sehen wollen – und auch ich lange von mir erwartet habe – und dem, was mich wirklich glücklich und ausgeglichen macht.

Keine einfache Erkenntnis… Und doch eine wahnsinnig befreiende, wenn man das erstmal kapiert hat. Denn plötzlich war mir klar, dass mich mein momentaner Weg zwar erfolgreich macht, aber eben einfach nicht zu mir passt.

Und zum Glück war ich in solchen Momenten schon immer deutlich entscheidungsfreudiger als in den kleinen Dingen (die Auswahl meiner Eissorten hat schon so manchen Eisverkäufer in den Wahnsinn getrieben… ;-D).
Denn ich habe ja schließlich nur dieses eine Leben und das möchte ich so schön wie möglich gestalten und in vollen Zügen genießen. Und wenn das in der aktuellen Situation eben nicht geht, aber sich Alternativen anbieten, dann muss man die auch ergreifen. Schließlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anderes kommt und dafür sorgt, dass sich meine Situation verbessert, wohl eher gering.

Außerdem finde ich, es ist fast das wichtigste im Leben, seine Entscheidungen selbst in der Hand zu behalten und die eigenen Wege aktiv zu steuern, statt sich von Menschen oder Situationen im Umfeld (mal mehr, mal weniger gut gemeint) treiben und lenken zu lassen.

Was mich nicht umbringt, macht mich „STARK“!

„What doesnt kill you makes you stronger“ singt Kelly Clarkson. Und ich glaube sie hat recht! Denn wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt habe, dann ist es, dass man nach jeder schwierigen Phase wieder mehr über die eigene Persönlichkeit weiß, sich besser kennengelernt hat und eben jedes Mal ein Stückchen stärker wird.

Ich bin kein Mensch, der auf negative Ereignisse im Leben mit Gram zurückschaut. Im Gegenteil, kann ich im Nachhinein eigentlich jeder Station meines Lebens ziemlich viel Gutes abgewinnen oder weiß zumindest, was es mir für meine jetzige Persönlichkeit gebracht hat. Nur deshalb bin ich die, die ich heute bin!

In Zukunft selbstbewusst zu diesem Ich zu stehen und es täglich weiterzuentwickeln, ist mein Ziel! Immer meine Meinung zu sagen und meinen Standpunkt zu vertreten, meinen eigenen moralischen Standards und Überzeugungen zu folgen. Mich nicht mehr zu verbiegen oder Dinge zu tun, die sich nicht richtig anfühlen. Weil man muss, weil man anderen einen Gefallen tun möchte, oder weil „man das eben so macht“…

Das zu lernen, fordert mich immer noch jeden Tag aufs Neue. Aber es macht mich auch wahnsinnig zufrieden, stark und stolz! Und vor allem gibt es mir Selbstsicherheit. Denn ich weiß nun, dass es niemand schaffen wird, mich klein zu kriegen, unglücklich zu machen oder zu verbiegen. Ich bin gerne mit Menschen zusammen, liebe es, in mitten einer lachenden Gruppe von Freunden im Garten zu sitzen, gute Gespräche mit engen Vertrauten zu führen oder mich an meinen Liebsten zu kuscheln. Aber auch wenn ich all das nicht haben könnte, wäre ich noch immer ich. Ich wüsste noch immer was ich gut und schlecht finde, was ich mag und von welchen Idealen ich überzeugt bin. Ich bin bei mir. Völlig unabhängig und frei.

Kennt Ihr das 90/10-Prinzip von Stephen Covey? Er geht davon aus, dass Leben bestehe zu 10 Prozent aus den Dingen, die uns geschehen, und zu 90 Prozent daraus, wie wir auf diese Dinge reagieren. Ich glaube, er hat recht. Und ich bin überzeugt, dass wir jeden Tag aufs Neue die Wahl haben, unser Leben zu gestalten:

Und ich bin halt am liebsten glücklich! 😉

PS: Achso, und was ich eigentlich damit sagen wollte. Nach langem Hin und Her habe ich für mich einen tollen neuen Weg gefunden und freue mich in den nächsten Monaten auf eine spannende berufliche Veränderung, viele neue Sichtweisen und Erkenntnisse und vor allem die Möglichkeit, mich selbst mehr zu verwirklichen!